Devisen Lexikon

In unserem Devisen Lexikon finden Sie untenstehend die wichtigsten Begriffe zum Devisenhandel über einen Forex Broker verständlich erkärt.

Umfangreiche Erklärungen und Definitionen zu Charttechnik, Chartmustern und Indikatoren finden Sie im Bereich Technische Analyse.

Einführung in den Devisenhandel
Fachbegriffe beim Devisenhandel

Einführung in den Devisenhandel

Devisenhandel

Devisen werden sowohl auf Kassa- als auch auf Terminmärkten gehandelt. Der Handel mit Devisen bzw. Währungen findet immer in Paaren statt. Aus diesem Grund findet man in Tabellen immer die Währungspaare (Crosses), wie z.B. EUR/USD. Bei einem Kurs von EUR/USD 1,5000 sind demnach für einen Euro USD 1,5000 zu zahlen. Die Quotierung von Währungspaaren erfolgt meist bis zu der vierten oder fünften Stelle hinter dem Komma.
Devisenhandel findet nicht zentral an einer Börse statt, sondern weltweit in einem Interbankenmarkt zwischen Finanzinstituten und einem Händlernetz. Neben diesen Marktteilnehmern gibt es noch Konzerne, Broker und Spekulanten.

Unter der Woche wird rund um die Uhr gehandelt (So 23h – Fr 23h MESZ). Mittlerweile gibt es sogar Markteilnehmer, die auch den Handel am Wochenende anbieten.

Devisenhandel ist auf Grund seiner dezentralen Marktstruktur weitgehend gesetzlich unreguliert. Theoretisch und auch praktisch können zwei Marktteilnehmer einen gültigen Kurs abseits jedweder Struktur anbieten. Durch den extremen Wettbewerb wird es dieses Phänomen jedoch nicht in hohem Ausmaß geben. Der zunehmende Wettbewerb unter Banken und Brokern hat viele Handelsmerkmale sowie auch die Preisbildung zusehens angeglichen.

Forex Broker

Devisen können durchgehend über Forex Broker gehandelt werden, wobei der Forex Broker laufend An- und Verkaufspreise (Quotes) der handelbaren Währungspaare zur Verfügung stellt.
Forex Broker stellen das Bindeglied zwischen dem Trader und dem Devisenmarkt (Foreign Exchange/Forex) dar und ermöglichen so den Zugang zum liquidesten Markt der Welt. Ob als ECN/STP oder MarketMaker – dem Kunden werden je nach Modell fixe oder variable Spreads in vielen Währungspaaren angeboten.
Je nach Marktlage und natürlich auch nach Kundeninteresse gibt es zahlreiche Qualitätsmerkmale und verschiedene Ansprüche.

Forex Performance

Unter dem Begriff Forex Performance versteht man das in einem bestimmten Zeitraum (Woche/Monat/Jahr) durch den Devisenhandel erzielte Ergebnis. Anhand der Forex Performance lassen sich Anbieter von Forex Signalen miteinander vergleichen. Relevante Kennzahlen der Forex Performance sind die erzielten Pips sowie das Verhältnis zwischen positiven und negativen Trades.
Schauen Sie sich unsere aktuelle Forex Performance an.

Forex Signal

Ein Handelssignal für den Handel mit Devisen bzw. den FX-Handel, kann man als Forex Signal bezeichen.
Um Anlageentscheidungen für Anleger, Trader und Marktinteressierte zu erleichtern, stellen diverse Anbieter ihren Kunden und Interessenten kostenlose oder kostenpflichtige Handelssignale per SMS und E-Mail zur Verfügung.
Die Signale selbst basieren je nach Anbieter auf der fundamentalen und/oder technischen Analyse eines Währungspaares (Cross).

Forex Tip / Forex Tipp

Forex Tipps sind meist als Tipps, Empfehlungen und Strategien für den Devisenhandel zu vestehen.
Viele Broker, Banken, Verbände und andere Interessensgruppen geben Tipps zum Devisenhandel, zur Optimierung der Gewinnmarge, der Handelsstrategie oder der Risikokontrolle. Obendrein werden die wichtigsten und interessantesten Währungspaare mit Analysen begleitet und durch die Aufbereitung von spezifischen Fundamentaldaten unterstützt.

Interbankenmarkt

Durch seine dezentrale Struktur ist der Devisenmarkt keinem Ort zuzuordnen. Vielmehr ist der Devisenmarkt ein weltweit miteinader verbundenes Netz von Banken, Institutionellen, Broker und weiteren Marktteilnehmern - dem Interbankenmarkt. Die Banken bilden durch ihre weltweite Vernetzung eben diesen Interbankenmarkt.
Handelszentren haben sich hauptsächlich in allen wichtigen Wirtschaftszentren weltweit und in allen Zeitzonen etabliert - u.a. in Sydney, Tokio, Frankfurt, London und New York.
Dieser auf den Devisenhandel bezogene Interbankenmarkt ist als sog. OTC-Markt (over-the-counter Market) zu verstehen. Es ist ein Markt, an dem der Handel von Devisen außerhalb einer Börsenstruktur zwischen den Handelsteilnehmern direkt stattfindet. Devisen werden aber auch an Terminbörsen, z.B. in Chicago, in Form von Forwards gehandelt. Diese Forwards beeinflussen wiederum die Preisbildung am Spot-Markt.

Introducing Broker

Die Introducing Broker agieren wie Vermittler und bahnen die Geschäfte für andere, meist große Forex-Broker an. Sehr oft gibt es Introducing Broker für größere ausländische Forex-Broker. Die Handelsplattform (Software) stammt meist von den großen Forex-Brokern (ECN-STP oder MarketMaker).
Die Introducing Broker bieten speziell auf ihre Klientel abgestimmte Services, wie z.B. einen deutschen Kundenservice, sind aber dadurch, da sie ein weiteres Glied in einer Kette sind, leicht teurer als der "echte" Forex-Broker.

Der Trader sollte sein Augenmerk besonderes auf die Gebührenstruktur, die Regulierungsbehörden (Aufsicht), Handelsplattform, allgemeinem Service und alle weiteren Kostenstrukturen um Konto, Margin und Sicherheit richten.

Fachbegriffe beim Devisenhandel

Abwärtsdruck

Betrachtet man im jeweiligen Chart-Intervall auf Basis der Technischen Analyse ein Währungspaar und nimmt Indikatoren, wie z.B. den Relative Strengh Index oder den Williams Percent R zu Hilfe, so kann man in einem stark überkauften Szenario auf einen Abwärtsdruck spekulieren.

Aufwärtsdruck

Betrachtet man im jeweiligen Chart-Intervall auf Basis der Technischen Analyse ein Währungspaar und nimmt Indikatoren, wie z.B. den Relative Strengh Index oder den Williams Percent R zu Hilfe, so kann man in einem stark überverkauften Szenario auf einen Aufwärtsdruck spekulieren.

Bid und Ask

EUR/USD 1,3750 (Bid/Geldkurs) / 1,3752 (Ask/Briefkurs)

Zu einem Preis von EUR/USD 1,3750 sind die Marktteilnehmer bereit die Basiswährung zu kaufen.
Zu einem Preis von EUR/USD 1,3752 sind die Marktteilnehmer bereit die Basiswährung zu verkaufen.

Cable

Bezeichnung im Devisenahandel für das Währungspaar GBP/USD. Im Jahr 1866 wurde die erste telegraphische Kabelverbindung als Tiefseekabel durch den Atlantik verlegt (Cable = Kabel), sie verband ab diesem Zeitpunkt Großbritannien mit den USA. Die ersten GBP/USD-Transaktionen konnten bereits mit diesem Kabel abgewickelt werden.

Cable-Dealer

Devisenhändler, die speziell den ganzen Handelstag nur "Cable" (GBP/USD) weltweit am Devisenmarkt handeln, bezeichnet man als "Cabledealer".

Drawdown

Drawdown - der Begriff Drawdown wird besonders im Money-Management verwendet. Ein Beispiel soll den Begriff Drawdown näher bringen: Wenn man EUR 100.000 hat und EUR 50.000 verliert hat man 50% des Accounts verloren. Wenn an nun die ursprüngliche Größe des Accounts zurückerlangen will, so muss man eine Wertsteigerung von 100% erzielen. Der Trading-Account unterliegt in diesem Beispiel einem 50%igen Drawdown.

Gewinnmitnahme

Die Realisierung von Kursgewinnen wird auch als Gewinnmitnahme bezeichnet. Voraussetzung dafür ist, dass der aktuelle Kurs gegenüber dem Einstandskurs gestiegen ist (im Falle einer Short-Position gilt dies dementsprechend vice versa).

ISO-Codes

ISO-Codes sind international eindeutige Abkürzungen für die Devisen eines jeden Landes. Die International Standards Organization (kurz ISO) erarbeitet die international im Devisenhandel gültigen Abkürzungen. Die Abkürzung selbst besteht immr aus drei Buchstaben, wie z.B. DEM noch für die Deutsche Mark.

Meist gelten die ersten zwei Buchstaben für das Land und der dritte Buchstabe für die Währung, so z.B. auch bei US-D, CA-D, AU-D für den US-Dollar, den Kanadischen Dollar und den Australischen Dollar.

Die wichtigsten ISO-Codes im Überblick:

Majors
USD US-Dollar
EUR Euro
GBP Britisches Pfund
JPY Japanischer Yen
CHF Schweizer Franken

Minors (oder auch Exotics/Exoten)
AUD Australischer Dollar
NZD Neuseeländischer Dollar
CAD Kanadischer Dollar

Long

Man spricht von einer Long-Position (Trader geht "long"), wenn man der Meinung ist, der Kurs der Basiswährung zu ihrem Counterpart steigt. Die Angabe "long" bezieht sich immer auf die Basiswährung (erstgenannte Währung im Währungspaar).
In diesem Fall kauft man beim Währungspaar EUR/USD folglich den Euro und verkauft US-Dollar. Der Trader profitiert demnach von steigenden Kursen.

Lot

Ein Lot ist die Einheitsgröße des jeweiligen Vertrags im Devisenhandel. Die Standardeinheitsgröße für ein Lot ist im Devisenhandel klassisch der 100k-Lot (100.000 Einheiten).
Demnach entspricht ein Pip in einem Standard-100k-Lot z.B. $10. Ein Standard-Lot bedeutet also 100.000 Einheiten der Basiswährung. Diverse Forex-Broker bieten neben den Standardverträgen auch Mini-Lots (10.000 Einheiten) und Micro-Lots (1.000 Einheiten) an. Umso geringer die Kontraktgröße, desto geringer auch die Gewinne/Verluste. Dementsprechend verringert sich dann der Wert eines Pips. Einheiten beziehen sich immer auf die Basiswährung eines Währungspaares. Bei USD/CHF ist die Basiswährung der US-Dollar - ein Standard-Lot wäre demnach $100.000 wert.

Majors

Der Begriff Majors ist ein Sammelbegriff für die meistgehandelten Devisen, wie EUR, USD, JPY, GBP und CHF.

Margin Call

Der "Margin-Call" ist wie ein Anruf des Brokers zu verstehen: "Hallo Kunde, ich brauche mehr Geld, um Deine Position im Markt zu halten!"
Die Kundeneinlage ist im Devisenhandel generell nur die geringe Sicherheitsleistung (Eigenkapital) kombiniert mit dem hohen Fremdfinanzierungsgrad. Es passiert bei schnellen Märkten öfters einmal, dass die eingezahlte Einlage für eine Position nicht ausreicht, wenn der Trader mit seiner Marktpositionierung nicht ganz richtig liegt.

Nähert sich eine Position nun einem gewissen Grad, so dass die Margin nahezu aufgebraucht ist, so gibt der Forex-Broker dem Kunden die Gelegenheit auf den "Call" zu reagieren. Der Trader kann dann entscheiden, ob er gewillt ist, seine Einlage zu erhöhen oder ob die Position vom Broker mit einem Totalverlust für ihn geschlossen wird.
Grundsätzlich kann der Anleger nicht mehr Kapital verlieren (seine Margin), als er tatsächlich eingebracht hat (es gibt da Ausnahmen! - Beachten Sie diese in den Geschäftsbedingungen der Broker zum Thema Nachschusspflicht). Bei einem Margin-Call hat der Trader meist nur wenige Minuten Zeit zu reagieren und ggf. über einen Nachschuss nachzudenken. Der Trader sollte jedoch immer darauf achten, nie seine gesamte Einlage als Margin einzusetzen. Er sollte immer über genügend Rücklagen verfügen, so dass er auch unerwartet heftige Preisbildungen aussetzen kann.

Gäb es keinen Margin-Call und Positionen würden vom Broker nicht automatisch geschlossen, so müsste ein Trader bei einer falschen Marktposition ordentlich "Mittel" nachschiessen.

Margin und Leverage

Der Begriff "Margin" ist wohl am ehesten mit dem Wort "Sicherheitsleistung" zu erklären. Jeder FX-Trader wird bei seinem Forex-Broker eine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen, um eine Terminposition eingehen zu können oder diese im Markt zu halten. Durch die Margin-Einlage kann der Trader Positionen mit wesentlich höherem Fremdfinanzierungsgrad einnehmen. FX-Handel mit Margin wird von jedem Broker in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen genauer erläutert und wird je nach Konto (Standard oder Mini) mit verschiedenen Hebelverhältnissen (Leverage) angeboten. Die eingebrachte Margin (Sicherheitsleistung) ist das Eigenkapital des Traders. Dieser Grad des eingebrachten Eigenkapitals bestimmt über seine finanziellen Möglichkeiten im Fremdfinanzierungsbereich (beim Leverage).
In Gewinnphasen ist das Thema "Margin" für den Trader nicht besonders wichtig, jedoch in Verlustphasen kann es kritisch werden. Ist das Eigenkapital nämlich fast vollkommen aufgebraucht, so kommt es zum "Margin-Call" und der Trader muss weitere Geldmittel einzahlen, um einen Totalverlust zu vermeiden. Trader können so unterbinden, dass die offenen Positionen vom Broker geschlossen werden. Genauere Angaben finden Sie in den Marginbedingungen des jeweiligen Brokers.

Jeder Broker bietet Fremdfinanzierungsmöglichkeiten an - sie variieren zwischen einem Hebelverhältnis von 100:1 bis zu 500:1. Viele Broker bieten bei den Margin-Konten auch individulle Hebelverhältnisse an. Der Kunde kann auf diese Weise sein persönliches Risiko steuern.

Bedenken Sie immer: Erwischen Sie den Markt bzw. das Währungspaar auf dem falschen Fuß, so wirkt das Hebelverhältnis voll gegen Sie. Mit vernünftigt gesetzten Hebelverhältnissen lassen sich in der Regel auch ausreichend Profite erwirtschaften.
Anfänger sollten beachten, dass der Devisenhandel ein äußerst schnelles Geschäft ist. Sie sollten sich vor zu hohen Risiken selbst schützen und vorerst mit niedrigerem Leverage operieren (10er-30er Hebelverhältnisse sollten anfangs ausreichen).

Minors

Minors und z.B. auch Exotics sind die Devisen, die in der Handelsaktivität im Markt gegenüber den Majors deutlich zurückliegen

Minors sind z.B. BRL (brasilianischer Real), INR (Indische Rupie), RUB (Russischer Rubel), DKK (Dänische Krone), AUD (Australischer Dollar), NZD (Neuseeländischer Dollar), CAD (Kanadischer Dollar) und weitere.

Pips

Im Devisenhandelsbereich werden Gewinne und Verluste in "Pips" ausgewiesen. Der Begriff "Pip" steht für percentige in point. Ein Pip ist damit die kleinste Preisdarstellung bei einem Währungspaar, genauer gesagt die vierte Nachkommastelle. Der Wert eines Pips ist abhängig von Währungspaar und der Größe des verwendeten Lots.

Beispiel:
Wir kaufen mit einem 100k-Standard-Lot ($100.000) EUR/USD für 1,4990 und lösen die Position für 1,5002. Wir haben also 12 Pips Gewinn eingefahren. In einem Standardvertrag ist ein Pip in EUR/USD $10 wert. Demnach haben wir mit 12 pips $120 verdient.
Im Währungspaar USD/JPY z.B. werden bei der Gewinnermittlung nur die zwei Nachkommastellen zur Berechnung herangezogen. Eine Bewegung von 89,5050 auf 90,0050 würde demnach bei einer Long-Positionierung auf einen Gewinn von 50 Pips hinauslaufen. In einem Standardvertrag ergäbe dies bei einem Pipwert von ca. $8 pro Pip einen gewinn von $400.

Requote

Requote ist der Fachbegriff aus der Brokerwelt - am besten wohl als kurzfristig neues Preisangebot zu umschreiben. Jeder, der einmal Derivate über einen MarketMaker im Direkthandel erworben hat, wird die Bekanntschaft mit Requotes gemacht haben.

Für Aufträge werden kurzfristig neue Preisangebote durch die Handelsplattform des Brokers signalisiert. Innerhalb eines relativ kleinen Zeitfensters (meist 3-5 Sekunden) wird der Requote angeboten. Schnell kostet das Produkt in volatileren Märkten dann etwas mehr. Oft finden dann mehrere Requotes hintereinander statt, so dass es auch vorkommen kann, dass der Markt dem Trader davonläuft und seine Order obsolet wird.
Es gibt aber auch Anbieter, die gleichzeitig einen Preis für Long- und Shortpositionen quotieren. Dies ist hervorragend, da dann der Preis nicht nur gegen den Kunden laufen kann. Der Broker weiß bis zum Schluss nicht, ob Sie kaufen oder verkaufen wollen.

Rollover

Beim Spot-Devisenhandel müssen Transaktionen nach spätestens zwei Geschäftstagen abgewickelt werden. Werden Positionen über Nacht gehalten (Overnight), so erfolgt der Übertrag der Position auf den nächsten Tag durch den Broker. Auf diese Weise wird eine physische Lieferung der jeweiligen Devisenposition abgewendet. Der Broker gibt in seinen Allgemeinen Geschäftsbeziehungen darüber genau Auskunft zu welcher Zeit und zu welchen Bedingungen der Rollover vollzogen wird.
Je nach Währungspaar und dementsprechenden Zinshöhenunterschieden der beiden Währungen im "Cross" verliert oder gewinnt der Trader über Nacht Geld (bzw. verbucht einen Zinsverlust oder Zinsgewinn). Der Trader erbringt für jede noch offene Position je nach seiner Margin und seiner Marktposition (Long oder Short) eine Zinszahlung oder erhält diese.

Abhängig vom Brokerhaus sind die Zinstabellen bzw. Swaplisten sogar einsehbar. Der Trader kann sich seine Belastung/Vergütung je nach eingeschätztem Marktszenario dann einfach ausrechnen.

Beispiel: Hält man derzeit eine EUR/JPY-Position overnight - so hat man die aktuelle SWAP-Tabelle berücksichtigend folgende Rollover-Gutschrift bei einer Longposition:

Lotgröße 100.000 x Zinshöhenunterschied beider Währungen (EUR 1,00%/JPY 0,10% = Differenz 0,90%) / 365 Tage = aufgerundet EUR 2,47 Zinsgutschrift.

Scalping

Scalper nutzen die Handelsstrategie der massenhaften Trades, oft hunderte Ein- und Ausstiege pro Tag - meist sogar immer im gleichen Währungspaar. Das Währungspaar ist meist eines der Majors, da es hohe Liquidität haben muss und relativ enge Spreads.
Auf diese Weise erlangen sie, mit einem strikten Risikomanagent verbunden, erstaunliche Gewinne. Bei jedem Trade oft nur 2-3 Pips herausschälend (to scalp - schälen/ausschneiden), bringen die Trader mit der Scalping-Handelsstrategie bemerkenswerte Tagesgewinne zustande. Durch die vielen Trades, die mit höheren Volumina gefahren werden, machen sich schon kleine Preisänderungen bemerkbar.
Das ganze funktioniert in einem ruhigen Markt besser, da der Scalper dann nicht einen so hohen Nachteil wegen Langsamkeit, mangelnder Information und Mangel an Kapital gegenüber den Kontrahenten (z.B. große Banken) verspürt. Bei volatilen Märkten oder um News herum lehnen sich Scalper dann zurück und warten, bis sich der Markt wieder beruhigt hat. Brokerhäuser sind oft nicht gut auf Scalper zu sprechen, weil sie oft schon aus der Position aussteigen, bevor der Dealing Desk überhaupt die Zeit findet, angemessen zu handeln und ihre Order (oft zum Vorteil des Brokers) auszuführen. Scalping-Positionen vernichten demnach stetig mögliche oder tatsächliche Maklergewinne.
Beim Scalping wird folglich dem Broker das Fell über die Ohren gezogen (passend zum Begriff "to scalp").

Professionelle Scalper umgehen den Konflikt mit dem MarketMaker-Broker, indem sie über einen ECN-Broker (Electronic Communication Network) handeln. Diese Broker operieren ohne Dealing-Desk und ermöglichen den Tradern direkt miteinander Handel zu treiben. Dieser Schritt muss sich für den Profi-Scalper jedoch lohnen, da er beim ECN-Broker Handelskommission für jeden einzelnen Trade zahlt. Das zehrt dann wieder am möglichen Gewinn des Scalpers.

Short
Von einer Short-Position spricht man, wenn man der Meinung ist, der Kurs der Basiswährung zu ihrem Counterpart fällt. Die Angabe "short" bezieht sich immer auf die Basiswährung (erstgenannte Währung im Währungspaar).
In diesem Fall verkauft man beim Währungspaar EUR/USD den Euro und kauft folglich den US-Dollar. Der Trader profitiert demnach von fallenden Kursen.

Slippage

Slippage ist ein Effekt beim Handel mit Devisen, der leider immer wieder vorkommt. Der Trader platziert eine Order, doch der Markt bewegt sich rasend schnell und das vom Trader gesetzte Limit wird erst überschritten um danach wieder zurückzufallen.
Slippage (übersetzbar mit Schlupf oder Schwund) ist die Differenz des erwarteten zum tatsächlich abgerechneten Kurs in einem Ordervorgang. Trader haben dann meist das Gefühl oder liegen richtig, weil der Broker in diesem Moment nicht handelt, wenn der Markt die gesetzten Limits erreicht. Zum Größten Teil wirkt sich die Slippage dann zu Gunsten des Brokers aus.

Tatsächlich kann Slippage bei Forex während des "matching" (der Zeitpunkt zwischen Ordererteilung und Orderzusammenführung) häufig vorkommen, da die Märkte sich schnell bewegen. Die NFA weist deshalb ausdrücklich bei den von ihren regulierten Brokern darauf hin, zu bestätigen, dass keine Slippage-Praktiken unter normalen Marktbedingungen angewandt werden. Doch gerade auch in flachen Märkten tritt der Slippage-Effekt ein.

Beachte: MarketMaker z.B. werben mit kommisionsfreiem Handel - das ist richtig! Einnahmen generieren diese mit dem Spread, den Overnights und eben mit Slippage-Effekten.

Überkauft

Overbought, dt. überkauft, ist ein Markt nach einer verhältnismäßin (je nach Intervall) langen oder sehr starken Kursbewegung nach oben. Je höher ein Kurs in meist relativ kurzer Zeit gestiegen ist, desto weniger Anleger sind dann noch bereit, auf diesem hohen Niveau weiter zu kaufen. Der Markt ist dann Überkauft.
Oft erfolgt darauf eine Gegenreaktion und viele Anleger, die den hohen Kurs zu neuen Verkäufen (Shorts) nutzen, sorgen für eine manchmal ebenso schnelle und starke Gegenbewegung nach unten. Eine technische Indikation bietet hier in der Regel der viel beachtete Relative Strengh Index (RSI).

Überverkauft

Oversold, dt. Überverkauft, ist ein Markt nach einer verhältnismäßig (je nach Intervall) langen oder sehr starken Kursbewegung nach unten. Je tiefer ein Kurs in meist relativ kurzer Zeit gefallen ist, desto weniger Anleger sind dann noch bereit, auf diesem tiefen Niveau weiter zu verkaufen. Der Markt ist dann Überverkauft.
Oft erfolgt darauf eine Gegenreaktion und viele Anleger, die den niedrigen Kurs zu neuen Käufen (Longs) nutzen, sorgen für eine manchmal ebenso schnelle und starke Gegenbewegung nach oben. Eine technische Indikation bietet hier in der Regel der viel beachtete Relative Strengh Index (RSI).

Verlustbegrenzung

Um sich vor einem hohen Drawdown zu schützen und eine etwaige in zu hohes Verlustterrain gleitende Position nicht noch weiter halten zu müssen, stellt man diese Position glatt. Dies dient rein der Verlustbegrenzung und dem ausreichenden Bestand von Liquidität und ausreichender Margin.

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